EMDR

EMDR - Traumaverarbeitung durch Neu-Verarbeitung

EMDR – eine natürliche Methode zur Traumaverarbeitung


So funktioniert EMDR

Träumen Sie?

Wir träumen tagsüber, wir träumen Nachts. Wir erinnern uns an Träume, die wir in der REM-Phase erleben. Das sind die Phasen, die deutlich länger sind als die des Tiefschlafs. Im REM-Schlaf verarbeitet unser Gehirn unter raschen, ruckartigen Augenbewegungen die Erlebnisse des Tages, um eine Überlastung zu vermeiden.

Diese natürliche Fähigkeit des Gehirns macht sich die Methode des EMDR zu Nutze. Der Therapeut bewegt die Hand oder Finger in einer raschen Bewegung nach links und rechts, hin und her, sodass die Augen des Patienten folgen müssen. Dadurch imitiert er die Augenbewegung des REM-Schlafs.

So kommt es zu einem Schock | Trauma

Das Gehirn setzt sich grob aus einem emotionalem (limbisches System) und einem kognitiven Hirn (Neokortex) zusammen. Das emotionale Gehirn ist mit der linken Hirnhälfte, das kognitive mit der linken Gehirnhälfte verknüpft.

Erleben wir einen Schock, werden diese Hirnteile getrennt und sind voneinander abgeschnitten. Dadurch sind wir unfähig, unser Befinden über unseren Schockzustand in Worten auszudrücken.

In der Regel können wir Schockzustände gut selbst verarbeiten. Doch manche Situationen werden in Gehirn und Körper so abgespeichert, dass wir uns noch Jahre und Jahrzehnte daran erinnern und darunter leiden.

Jedes Mal, wenn ein äußerer Reiz eine unbewusste Verbindung zu diesem Schock herstellt, sei es durch einen Geruch, einen Laut, die Art wie jemand sich bewegt, usw. , kann es zum Schock kommen, ohne dass wir wissen, woher er stammt.

Wir reagieren ratlos, in Panik, aggressiv oder sogar deprimiert bis depressiv.

So hilft EMDR

Die EMDR wurde von der amerikanischen Psychologin Francine Shapiro entwickelt. Es bedeutet Eye Movement Desensitization and Reprocessing, was wörtlich übersetzt Desensibilisierung und Neu-Verarbeitung durch Augenbewegungen bedeutet.

Durch die Links-Rechts Bewegungen der Augen reduzieren sich Ängste und Panikgefühle – sie werden desensibilisiert. Zudem folgt durch die Links-Rechts-Stimulierung des Gehirns eine Verknüpfung von zuvor isoliert abgespeicherten Teilen der Erinnerung, Gedanken, Körperreaktionen. Fragmentierte Sinneseindrücke setzen sich wieder zu einer ganzheitlichen Erinnerung zusammen. Hierbei verändern sich auch die damit verbundenen negativen Gedanken hin zum Positiven. Diese Neu-Verarbeitung bewirkt, dass das traumatische Erlebnis zwar noch existiert, in der Erinnerung aber nicht mehr ständig vorhanden ist, so, dass viele Betroffene nach einigen EMDR-Sitzungen über das Trauma sagen können:

„Ich weiß, es ist geschehen. Es war schlimm! Aber es ist nun vorbei!“


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